Aus dem Archiv: Prälat Michael Thaller
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Prälat Michael Thaller
(ph) Vor 125 Jahren wurde Prälat Michael Thaller, der „Vater des Cabriniheimes“, geboren. Das heutige Sonderpädagogischen Zentrum verdankt seine Bedeutung maßgeblich seinem Engagement.
Michael Thaller kommt am 6. Februar 1890 in Menzlas, Pfarrei Schlammersdorf, in der nördlichen Oberpfalz zur Welt. Nach dem Studium an der Philosophisch-theologischen Hochschule wird er am 3. März 1915 im Dom zu Regensburg zum Priester geweiht. Zunächst ist er in Floß in der Seelsorge, danach in Weiden als Krankenhausseelsorger tätig. Am 1. Dezember 1928 wird er zum Direktor der Katholischen Jugendfürsorge in Regensburg ernannt. Schon immer gilt seine besondere Liebe
und Fürsorge den Kindern und Jugendlichen. Pfarrer Thaller macht sich um die Heil- und Heimfürsorge in der Tages-Kindererholungsstätte in Prüfening und später in Etterzhausen verdient.
Auch das Bischof-Wittmann-Heim führt er in den Jugendfürsorgeverein über. Erstmals kommt Monsignore Thaller am Heiligen Abend 1945 nach Offenstetten, um im Auftrag von Bischof Michael Buchberger mit dem Ehepaar Schlitter über die Anmietung des Schlosses zu verhandeln. Es ist geplant, ein Flüchtlingskinderheim, zunächst für Säuglinge und Kleinkinder, zu errichten. Die heimatvertriebenen Schwestern vom Heiligen Kreuz aus Eger sollen die Betreuung übernehmen.
Damit beginnt die Geschichte des „Cabriniheimes“. Die heutige Bedeutung des Sonderpädagogischen Zentrums ist
maßgeblich dem Engagement von Prälat Michael Thaller zu verdanken. Der Aus- und Umbau der Nebengebäude, die Errichtung von vier Wohnhäusern, einer Schule mit Mehrzweckhalle und einem heilgymnastischen Schwimmbad sowie der Bau der Heimkirche sind nur einige äußere Stationen seines Wirkens und sagen nichts aus über die Arbeit, Sorge, Liebe und das Gebet, mit denen er seine Lebensleistung vollbringt.
Als Prälat Thaller im Alter von über 80 Jahren am 1. September 1970 als Direktor der Katholischen Jugendfürsorge in den Ruhestand geht, nimmt er Wohnung in Offenstetten und wirkt hier, in den letzten Jahren fast erblindet, segensreich bis zu seinem Tod am 15. November 1989. Er wird in „seiner Kirche“, der Heimkirche, begraben. Nach Michael Thaller ist eine Straße im neuen Baugebiet „Am Allinger“ benannt.
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