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Der Steinbruch Offenstetten im Laufe der Zeit

ca. 1870/1871

Eröffnung des Kalksteinbruchs bei Offenstetten durch den Abensberger Steinhauer Galle; Abbau des „Abensberger Marmors“ beginnt. (Quelle)

1874

Eröffnung der Donautalbahn Regensburg–Ingolstadt; der Steinbruch Offenstetten erhält eine Stichstrecke zur Haupttrasse. (Quelle)

1877–1878

Bau einer ca. 3 km langen Pferde-Industriebahn von der Bahnstation Abensberg zum Kalkwerk/Steinbruch Offenstetten durch die Steingewerkschaft Offenstetten (Schmalspurbahn). (Quelle)

Spätes 19. Jahrhundert

Verkauf des Steinbruchs zunächst an die Firma Kestler (Bad Abbach), danach an die Steingewerkschaft Offenstetten. (Quelle)

1889 - 1904

Die Steingewerkschaft Offenstetten kauft 1889 das Schloss Offenstetten. Das Schloss Offenstetten wird im Jahr 1904 an die Familie Herget veräußert (Quelle, Quelle 2)

1889

Die Steingewerkschaft Offenstetten wirbt 1889 damit in einem Werbeprospekt, dass die 16 grosse Standfiguren sowie Vasen, Balustraden an das Schloss Linderhof geleifert zu haben. (Quelle)

1890 - 1904

1890: Gründung der Bierbrauerei der Steingewerkschaft Offenstetten. 1904 wird diese wieder geschlossen. (Quelle)

1891: Außergewöhnliche Steinkolosse im Offenstettner Steinbruch

Aus dem Archiv: Artikel aus Offenstetten informiert 15

ab 1894

Beginn der fabrikmäßigen Produktion von „Keim-Farben“ am Standort Offenstetten (Nutzung des Kalks aus dem Steinbruch als Rohstoff). (Quelle)

um 1900 - 1910

Der Steinbruch Offenstetten zählt laut späterer Eisenbahnliteratur „zu den berühmtesten Steinbrüchen Bayerns“, u.a. durch die Qualität des Steins und die Produkte der Firma Keim. (Quelle)

1912

Umrüstung der Steinbruchbahn Abensberg–Offenstetten auf elektrischen Betrieb (eine der frühen E‑Lok‑Strecken in Deutschland). (Quelle)

bis 1919

„Glanzzeit“ des Kalkwerks; im Mittel ca. 200 Beschäftigte im Steinbruch/Kalkwerk; umfangreicher Versand von Kalk und Farben per Bahn. (Quelle)

 

1919

Übergang des Kalkwerks Offenstetten in den Besitz der Kalkwerke Kapfelberg; mittelfristig Bedeutungsverlust des Standorts.

1936

 Letzter dokumentierter Versuch, den Kalkwerks‑/Steinbruchbetrieb nochmals wirtschaftlich zu beleben.

1939-1945

Der Zweite Weltkrieg beendet die Bemühungen, der Betrieb kommt „zum endgültigen Erliegen“.

nach 1945

Kein Wiederanlauf des Steinbruchs; Offenstetten wächst als Wohn‑ und Arbeitsort, der ehemalige Steinbruch bleibt als Gelände erhalten.

ab 1980

Einstufung und Kartierung des ehemaligen Steinbruchs als Geotop 273A016 „Westlicher Seeholzbruch NW von Offenstetten“ mit bedeutendem geowissenschaftlichem Wert. (Quelle)

8.11.1984

Verordnung der Regierung von Niederbayern: Ausweisung der „Binnendünen bei Siegenburg und Offenstetten“ als Naturschutzgebiet (NSG); Teilfläche bei Offenstetten mit Dünenfeldern am Seeholz. (Quelle)

Heute

Der ehemalige Steinbruch ist stark verwachsen, als Naturdenkmal/Geotop geschützt und zusammen mit den Binnendünen ein wichtiges Exkursions‑ und Naturschutzgebiet.

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